08.03.2024

Weltfrauentag: Geschlechtsspezifische Medizin im Fokus

Alljährlich wird am 8. März international der Frauentag zelebriert. Zum letztjährigen Weltfrauentag veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Statusbericht mit dem Titel „Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland“. Darin zeichnet das Institut ein ausführliches Bild vieler gesundheitlichen Aspekte: So widmen sich einzelne Themenschwerpunkte in dem ersten auf Krankheiten fokussierten Kapitel dezidiert den unter Frauen am häufigsten auftretenden Erkrankungen. Und weshalb sich diese aufgrund des Geschlechts unterscheiden, beschreiben die Forschenden ebenfalls: „Der große Einfluss von Geschlecht auf die Gesundheit ist mittlerweile gut untersucht und belegt. Biologische und vor allem soziale Faktoren führen zu zahlreichen Unterschieden in der Gesundheit von Frauen und Männern.“ Ein bekanntes Beispiel geschlechtsspezifischer Unterschiede zeigt sich in dem bekannten Beispiel der sich unterschiedlich bemerkbar machenden Herzinfarkte.

Insgesamt fußten die Beobachtungen zur Frauengesundheit auf einer soliden empirischen Basis, so beschreiben die Autor:innen die Datenlage ihres RKI-Berichts. Doch bestehe bei gewissen Personengruppen – gesellschaftlich in der Minderheit – wie Frauen mit Behinderung, Frauen in einem (sehr) hohen Alter, Frauen mit Migrationshintergrund und auch queeren Frauen noch Arbeit in der Datenerhebung, um Datenlücken zu schließen. Für eine gendersensible Medizin bedarf es weiterer zielgerichteter Forschung, sei man sich einig. Das im Oktober des vergangenen Jahres neugegründete Centrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin (CGBM) in Homburg (Saar) beispielsweise hat sich der biomedizinischen Erforschung in diesem Bereich angenommen. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten mit ihrer Arbeit durch neue Präventions-, Diagnose- und Therapiemaßnahmen zu ergänzen.

Autor: Nico Amiri, Assistenz der Geschäftsführung von Unboxing Healthcare

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