23.02.2024

Tarifeinigung: Medizinische Fachangestellte profitieren ab März von Lohnsteigerungen

Drei Jahre nach der letzten Einigung auf einen Gehaltstarifvertrag profitieren etwa 428.000 Medizinische Fachangestellte (MFA) und Arzthelferinnen ab März von Lohnanpassungen. Von der über alle Tarifgruppen hinweg um gemittelt 7,4 Prozent steigenden Vergütung für MFA profitieren mit einer prozentuale Erhöhung von etwa 22 Prozent besonders Berufseinsteigende – Grund für die hohe Steigerung war aus Sicht der Verbandes die Notwendigkeit, einen höheren Abstand zum Mindestlohn von 12,41 Euro pro Stunde herzustellen. Eine sozialversicherungsfreien Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 500 Euro erhielten alle MFA in Vollzeit; bei Teilzeit würde diese anteilig berechnet.

Das teilte der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) am Dienstag in Berlin mit. Vorausgegangen war der eintägige Warnstreik im vergangenen Dezember, zu dem der vmf erstmals aufrief. 2.000 Personen folgten dem Aufruf in Städten wie Hamburg, Dortmund und Stuttgart – in Berlin fand die Hauptkundgebung statt. Die relativ kleine Anzahl an Demonstrierenden ist hauptsächlich auf den Umstand zurückzuführen, dass vergleichsweise wenig MFA gewerkschaftlich organisiert sind. Die Tarifverhandlungen zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen (AAA) und dem vmf liefen bereits seit Oktober des vergangenen Jahres und führten zum Ende des Jahres noch zu keiner Einigung. Der Tarifvertrag verläuft nun zehn Monate ab dem 01. März 2024 und damit läuft er zum Ende dieses Jahres wieder aus.

Interesse geweckt?

In unserem Magazin findest du weitere, spannende Artikel!

Unsere Gründungspartner

Consent Management Platform von Real Cookie Banner