19.01.2024

Notfallreform: Ab 2025 solle ein neues Leitsystem gelten

Überfüllte Notfallaufnahmen gehören heute häufig zum Alltag in vielen deutschen Krankenhäusern. Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) gedenkt aufgrund dessen, die notdienstliche Akutversorgung umfassend zu reformieren. Der Minister erläuterte, dass 25 bis 30 Prozent der Fälle in Notfallambulanzen auch in Praxen behandelt werden könnten. Geplant ist es, dass neuzuschaffende Integrierte Notfallzentren mit dazugehörigen ambulanten Notdienstpraxen in unmittelbarer Nähe etwa 400.000 Einwohner:innen versorgen können. Außerdem sollen hilfesuchende Patient:innen entweder beim Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 oder örtlich in den Krankenhäusern zielgerichteter in nahe Praxen verwiesen werden; der unter jeder Nummer erreichbare Notdienst solle künftig außerdem besser mit den über die 112 erreichbaren Rettungsdiensten vernetzt werden.
Nach einer Erstkonsultation bei Anruf unter der 116 117 würde dementsprechend ebenfalls entschieden werden können, ob Patient:innen einen Krankenwagen bräuchten oder nicht. Essentieller Teil der Notfallreform soll auch der Ausbau der Telemedizin werden. Behandlungsfälle sollen so schneller abgeschlossen werden können – und medizinisches Personal entlastet. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin bewertete die Vorhaben als positiv, doch seien „für mehr Leistungen mehr Ressourcen erforderlich“, wie beispielswese zusätzliches Personal. Sollte der geplante Gesetzesentwurf in diesem Jahr vom Bundeskabinett beschlossen werden, so könnte die Notfallreform Anfang 2025 gelten.

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