22.01.2024

Krankenhäuser: Mehr Insolvenzen in 2024 befürchtet

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet mit einer Rekordzahl von Kliniken, die in diesem Jahr zahlungsunfähig werden. DKG-Verbandschef Gerald Gaß sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Wir verzeichnen aktuell deutlich mehr Insolvenzen als üblich und 2024 droht ein Rekordinsolvenzjahr zu werden“. Nach ungefähr 40 Insolvenzen im vergangenen Jahr könnte sich die Zahl in diesem Jahr verdoppeln. Ein Grund für die Befürchtung ist die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser: Laut der im Dezember 2023 herausgegebenen Umfrage Krankenkaus Barometer steig die Zahl der Einrichtungen mit einem negativen Jahresergebnis von circa der Hälfte in 2022 auf über drei Viertel in 2023. Auch die Überschüsse wären für viele Krankenhäuser gesunken.

Laut der Umfrage gehen sieben von zehn Häusern von einer weiteren Verschlechterung ihre Liquidität aus. Das seien die schlechtesten Werte seit Beginn dem Jahre 2000 in der von dem Deutschen Krankenhaus Institut (DKI) durchgeführten Umfrage unter Krankenhäusern. Noch im November sprach Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) bei einem digitalen Gastauftritt beim Deutschen Krankenhaustag davon, dass er nicht davon ausginge, dass 2024 das Jahr des Krankenhaussterbens sein würde. Nur eine „überschaubare“ Zahl an Kliniken würde aus dem Markt ausscheiden, vermutete der Minister. Die bis Frühjahr 2024 geplanten „Energiehilfen“ in Höhe von 3,2 Milliarden Euro sollen, so der Plan, neben der geplanten Krankenhausreform für Abhilfe sorgen.

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