12.02.2024

KI-Aktionsplan: Millionenschwere Förderung biomedizinischer Forschung

Von einem „ChatGPT-Moment“ Ende November 2022 ist im KI-Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu lesen. Weniger als ein Jahr nach Freischaltung der Generativen KI von OpenAI legte das Referat Künstliche Intelligenz aus dem BMBF Anfang November des vergangenen Jahres seine Impulse für eine erweiterte KI-Strategie vor. „In den Bereichen Robotik, Gesundheit, Bildung und auch bei den KI-Start-ups wollen wir an die Spitze“, schreibt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) in ihrem Vorwort. Besonders im Bereich der Gesundheit wird viel Potential festgestellt. Medizinisches Personal könnte einerseits entlastet werden bei Diagnosestellung, der Planung und Durchführung von Therapien sowie der Versorgung und andererseits würde die Forschung biomedizinische Prozesse durch KI-gestützte Modelle profitieren. Für datenwissenschaftlich orientierte Forschung in der Biomedizin ist die Verfügbarkeit von biologischen und medizinischen Daten und dazugehörigen Dateninfrastrukturen essentiell. 

Das BMBF plant daher, die in der laufenden Legislaturperiode zur Verfügung stehenden 1,6 Milliarden Euro unter anderem für eine Vielzahl von Förderinitiativen und -maßnahmen zu nutzen. Teilfinanziert werden soll so die Forschung in der Neurobiologie, Onkologie, Infektiologie und weiteren Bereichen – allesamt, versteht sich, mit KI-Bezügen. Auch soll die Erforschung von KI-Systemen administrative Abläufe in Kliniken und Pflegekräfte perspektivisch unterstützen können. Und Forschende aus den MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – soll in einem neuen Programm mit dem Namen Zukunft eHealthgefördert werden. Der KI-Aktionsplan zielt also auf eine breitgefächerte Forschungsförderung ab. Vertreter:innen aus der Wissenschaft, wie vonseiten des Max-Planck-Instituts und des Forschungzentrums Jülich begrüßten den Vorstoß.

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