Digitale Gesundheitskompetenz muss gefördert und erlernt werden

Das Internet ist eine schier unerschöpfliche Quelle von Informationen und hat unsere Art und Weise, wie wir uns um unsere Gesundheit kümmern, grundlegend verändert. Von der Suche nach Symptomen bis hin zur Verwaltung von Krankenakten bieten digitale Ressourcen die Möglichkeit, unser Verständnis und unsere Fähigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen zu erweitern. Eine Studie der XU University Potsdam und des Bundesverbandes für IT im Gesundheitswesen (bvitg) nimmt sich jetzt des Themas an.

Doch damit einher geht auch die Herausforderung, die Qualität und Zuverlässigkeit der verfügbaren Informationen zu bewerten.

Was ist digitale Gesundheitskompetenz?

Digitale Gesundheitskompetenz bedeutet, dass wir lernen, wie wir das Internet nutzen können, um unsere Gesundheit zu verstehen und zu verbessern. Damit einher geht jedoch die Herausforderung, die Qualität und Zuverlässigkeit der verfügbaren Informationen zu bewerten. Dazu wiederum gehört nicht nur die Fähigkeit, relevante Gesundheitsinformationen online zu finden, sondern auch die Fähigkeit, die Glaubwürdigkeit dieser Informationen zu beurteilen und informierte Entscheidungen über die eigene Gesundheit zu treffen. Neben der Gesundheitskompetenz jedes Einzelnen muss sich auch die professionelle Seite auf dem aktuellen Wissensstand zu halten, denn die digitale Gesundheitskompetenz auf beiden Seiten ist von entscheidender Bedeutung für die digitale Transformation im Gesundheitssystem.

Wie können wir digitale Gesundheitskompetenz fördern?

Neben dem Zugang zu vertrauenswürdigen Gesundheitsinformationsquellen, braucht es eine kritische Denkfähigkeit, um die Seriosität der Informationen zu bewerten. Schulungen und Workshops können uns dabei helfen, die Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Gesundheitsressourcen zu verbessern. Wir können den Bürger:innen zumuten, dass sie Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen, aktiv nach Informationen suchen und gesundheitsbewusste Entscheidungen treffen. Wir können ihnen aber nicht zumuten, hochspezialisierte Informationen zu verstehen. Dafür können wir uns die digitalen Ressourcen zu Nutze machen und beispielsweise mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Informationen einfach und verständlich aufbereiten.

Prof. Dr. med. Peter Langkafel, MBA von der XU Universität Potsdam führt derzeit in Zusammenarbeit mit Dr. Armin Keivandarian der AG Marktforschung des Bundesverbandes für IT im Gesundheitswesen (bvitg) eine Studie zur digitalen Gesundheitskompetenz durch. Sie richtet sich an Expert:innen im Gesundheitssystem und untersucht aktuelle Hindernisse der Digitalisierung in der Medizin. Hier kannst du an der Studie teilnehmen (5min): Link zur Studie
Autorin: Tabea Leonhardt

Weiterführende Informationen:

Gesundheitskompetenz / Health Literacy

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