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Peter Laaks

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Neues auf einen Blick

ÄgT lobt London und kritisiert eigene Regierung: die Akte Tierversuche

ÄgT lobt London und kritisiert eigene Regierung: die Akte Tierversuche

Großbritannien plant im kommenden Sommer, einen detaillierten Plan zur Reduktion von Tierversuchen vorzulegen. Auch wurden konkrete Maßnahmen zur Förderung tierversuchsfreier Verfahren durch Verdopplung der finanziellen Förderung angekündigt.  

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) begrüßt die geplanten Maßnahmen. Sie würden nicht nur das Leid der sogenannten Versuchstiere verringern, sondern Großbritannien zu einem der führenden Länder in der innovativen und am Menschen ausgerichteten Forschung machen, so eine Sprecherin. Dahingegen vernachlässige die deutsche Regierung das Thema Tierversuche weiterhin und bleibe die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reduktionsstrategie bis heute schuldig. So gerate die deutsche Forschung laut ÄgT ins internationale Abseits, da hierzulande noch immer an veralteten und irreführenden Tierversuchen festgehalten werde.  

Hintergrund: Der britische Plan soll die Entwicklung, Validierung und Umsetzung tierversuchsfreier Verfahren beschleunigen. Zudem wolle London die Förderung von sogenannten 3R-Methoden, welche auf Ersatz, Reduktion und Verfeinerung von Tierversuchen abzielten, im Finanzjahr 2024/25 von 10 auf 20 Millionen britische Pfund (ca. 23 Millionen Euro) verdoppeln, heißt es. Weiterhin werde geprüft, die Beantragung von Tierversuchen durch die Erhöhung der damit verbundenen Kosten sowie durch die Verkürzung der Lizenzdauer zu erschweren. So soll indirekt auf eine bevorzugte Nutzung tierfreier Verfahren hingewirkt werden. Außerdem solle auch die britische Bevölkerung zu ihrer Meinung zum Thema Tierversuche befragt werden. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden für Herbst 2024 erwartet. Zum Vergleich: In Deutschland wurde im Herbst 2023 bekannt, dass die Bundesregierung zwei Millionen Euro, verteilt auf zwei Jahre, für die Entwicklung einer Reduktionsstrategie im Haushaltsplan vorgesehen hat.  

„Während Großbritannien sich nun also auf der Überholspur hin zu einer innovativen und ethisch vertretbaren Wissenschaft ohne Tierversuche befindet, muss Deutschland nun nachziehen, um nicht hoffnungslos abgehängt zu werden“, kritisiert Dr. Johanna Walter, wissenschaftliche Referentin bei ÄgT, die aktuelle Situation. 

Quelle: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de 

Herausforderung Diabetes Typ 1: Psychologin unterstützt Jugendliche und ihre Eltern

Herausforderung Diabetes Typ 1: Psychologin unterstützt Jugendliche und ihre Eltern

Rund 37.000 Menschen im Alter von 0 bis 20 Jahren leiden in Deutschland an Diabetes Typ 1. Die macht die Störung zur häufigsten Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Für die meisten Außenstehenden ist es schwer nachvollziehbar, welchen Einfluss die Diagnose auf das Leben junger Menschen haben kann: Plötzlich gehören Insulintherapien und Blutzuckerkontrolle zum Alltag der Betroffenen. Und sie müssen sich mit den Auswirkungen von Ernährung und Bewegung auf ihren Stoffwechsel auseinandersetzen.

Besonders während der Pubertät kann dies eine echte Herausforderung für Jugendliche und ihre Eltern darstellen, betont Isabel Laß. Die Berliner Diplom-Psychologin leidet selbst seit ihrer Kindheit an Diabetes Typ 1 und möchte betroffene Familien daher bestmöglich unterstützen: In einer offenen Online-Sprechstunde, welche ein- bis zweimal monatlich jeweils dienstags von 19 bis 21 Uhr stattfindet, steht sie Eltern regelmäßig und kostenfrei für Fragen zum Thema Diabetes und Psychologie zur Verfügung. Ihr persönliches Ziel sei es dabei, Konflikte innerhalb dieser Familien zu reduzieren und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 den steinigen Weg durch die Pubertät etwas zu erleichtern. Die Anmeldung erfolgt über die Seite https://www.diabetes-kids.de/virtuell.

Quelle: https://www.diabetesde.org

Risiko der Erblindung: Grüner Star bleibt bei jedem zweiten Fall unentdeckt

Risiko der Erblindung: Grüner Star bleibt bei jedem zweiten Fall unentdeckt

Das Glaukom, im Volksmund bekannt als grüner Star, zählt zu den häufigsten Ursachen für Erblindung. Besonders mit zunehmendem Alter steigt das Risiko der Erkrankung, welche zu einer schmerzlosen, aber fortschreitenden Sehverschlechterung führt. Laut der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) gibt es entsprechende Therapiemöglichkeiten, deren Erfolg jedoch ganz entscheidend vom Zeitpunkt der Diagnose abhängt. Aus diesem Grund hat die DOG die Öffentlichkeit im Rahmen der Welt-Glaukom-Woche im März über das Thema informiert und parallel zu regelmäßigen Terminen in der Augenarztpraxis aufgerufen. 

 

Laut Professor Dr. med. Verena Prokosch wissen 56 Prozent aller Betroffenen nichts von ihrer Augenerkrankung: „Das liegt daran, dass die Ausfälle beim Sehen sehr langsam zunehmen und lange durch das Gehirn und über das andere Auge ausgeglichen werden“, erklärt das Mitglied der Sektion Glaukom der DOG. Langfristig könne die Erkrankung zu Ausfällen des Gesichtsfeldes führen. Dadurch könnten etwa autofahrende Betroffene Passant:innen, welche die Straße überquerten, nicht wahrnehmen, berichtet die Ärztin. „Solche Gesichtsfeldausfälle lassen sich nicht durch Brillen, Kontaktlinsen oder andere Hilfsmittel ausgleichen“, ergänzt Privatdozentin Dr. med. Dr. rer. biol. hum. Bettina Hohberger. Die Fachfrau ist ebenfalls Mitglied der Sektion DOG-Glaukom. Auch könne eine einmal eingetretene Sehverschlechterung durch Verlust der Sehnerven-Zellen oft nicht mehr rückgängig gemacht werden, so die mahnenden Worte der Expertin.   

Quelle: https://www.dog.org 

Organspenderegister: DGCH fordert zusätzlich eine Widerspruchslösung

Organspenderegister: DGCH fordert zusätzlich eine Widerspruchslösung  

Am 18. März 2024 nimmt das lang erwartete Organspenderegister seine Arbeit auf. Mit diesem Schritt versucht die Bundesregierung, die Zahl möglicher Organspender:innen zu erhöhen. Doch die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH) fordert weitergehende Lösungen. 

Die DGCH betont, dass die Einführung des Registers ein wichtiger Schritt sei, jedoch nicht ausreiche, um die bestehenden Herausforderungen im Bereich der Organspende bewältigen zu können. Die Gesellschaft setze sich daher für eine Widerspruchslösung ein, bei der jeder Bürger automatisch als potenzieller Organspender gelte, sofern er nicht ausdrücklich widerspreche. „Ein Register allein kann den Organmangel nicht beheben“, erklärt der Generalsekretär der DGCH, Professor Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen. „Nur weil etwas in ein Register eingetragen wird, erklärten sich nicht automatisch mehr Menschen zur Organspende bereit“, so der Fachmann.   

Daher appelliert die DGCH an die Bundesregierung, die Widerspruchslösung ernsthaft in Betracht zu ziehen. Zudem fordert man alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich inhaltlich und emotional mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen.  

Hinweis: Das Thema ist auch ein Schwerpunktthema auf dem Dachkongress der Chirurgie, Deutscher Chirurgie Kongress (DCK 2024), der vom 24. bis 26. April 2024 in Leipzig stattfindet.   

Quelle: https://dck2024.de

Plus für Kassenpatienten: Bei Verdacht auf fortgeschrittenen Prostatakrebs PSMA-Diagnostik möglich 

Plus für Kassenpatienten: Bei Verdacht auf fortgeschrittenen Prostatakrebs PSMA-Diagnostik möglich 

Berlin – Das Prostatakarzinom ist mit mehr als 68.000 neu diagnostizierten Erkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten ist es damit weiterhin die dritthäufigste Krebs-Todesursache. Die gute Nachricht: Gesetzlich versicherte Patienten, bei denen ein hohes Risiko für einen metastasierten Prostatakrebs festgestellt wurde, können nun eine hochsensitive Ausbreitungsdiagnostik in Anspruch nehmen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im vergangenen Jahr beschlossen.  

Mit dem als PSMA-PET/CT bezeichneten Verfahren könnten auch kleinste Tumorabsiedlungen im Körper aufgespürt werden. Die Untersuchung habe somit wesentlichen Einfluss auf wichtige Therapieentscheidungen, erklärt der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN). Die PSMA-PET/CT könne allerdings nur im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) erfolgen.  

Quelle: https://www.berufsverband-nuklearmedizin.de

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